UnterMenschen

Ein Theater-Mitmach-Lernprojekt für Schüler der Jahrgänge 7-12

Flyer Untermenschen Theater Scheselong Download

Erzählt wird die Geschichte von Mussa und Andreas, zwei Jugendliche verschiedener Herkunft. Der eine ist Deutscher, wächst hier im Wohlstand auf und wird mit 18 Jahren zum Faschisten. Der andere ist Araber, wächst unter ärmlichen Verhältnissen auf und muss vor dem Faschismus in seinem Land fliehen. Beide haben sich vor Jahren in einem Ferienclub kennen gelernt und wurden Freunde bis zu ihrem "Wiedersehen" in Deutschland, als der vermeintliche Freund zum Feind wird und einen Anschlag auf eine Registrierungseinrichtung von Asylbewerbern verübt.

untermensch

Problemlage und unsere Beweggründe zur Realisierung des Projektes in Sachsen:

Die Grundhaltung vieler Jugendlicher gegenüber Flüchtlingen und der bereits in Deutschland seit oft Jahrzehnten lebenden Migranten wird zunehmend negativer. In unseren Projekten äußern sie sich offen menschenverachtend. Sie sind empathielos gegenüber Flüchtlingen, die vor Krieg und Vertreibung hier Zuflucht suchen. Obwohl gerade in Sachsen viele Menschen konfessionslos aufwachsen, verteidigen diese Jugendlichen die christlichen Grundwerte und fühlen sich vom Islam bedroht. Sie fürchten eine Überfremdung und eine Islamisierung ihrer Region. Sie reagieren verbal extrem radikal und bekennen sich dazu gegen Asylunterkünfte mit zu marschieren.

Ursachsen:

Den Jugendlichen und den jungen Erwachsenen fehlt eine lebensweltorientierte Bildung. Sie ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Verwehrt man ihnen diese Bildung, dann kann es passieren, dass sie sich nicht als Teil der Gesellschaft fühlen. Daraus entsteht dann eine Protesthaltung gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft.

Wir setzen auf : „ Lernen durch eigenes Erfahren“ !

In Rollenspielen wird Diskriminierung begreifbar und am eigenen Leib und Seele spürbar. Die Jugendlichen sollen zunächst im Rollenspiel in einem geschützten Raum erkennen, dass sie durch eigenes Handeln etwas bewirken und verändern können und sie lernen auf diese Weise Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Positive Selbst-Wirksamkeitserfahrungen werden über das Projekt hinaus wirken und ihr Selbstbewusstsein stärken. Vorurteile und rassistische Einstellungen können überdacht, reduziert und bestenfalls abgebaut werden.

Unsere Teilnehmer erhalten Anerkennung durch das theaterpädagogische Team für ihre Leistung. Sie gehen befriedigt mit einer zusätzlichen Portion an Selbst-Wirksamkeitserfahrung aus dem Projekttag heraus

Zusätzliche Informationen